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Centro La Bota

Das Centro La Bota ist ein Kinderhort, in welchem Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 12 Jahren nach der Schule betreut werden.

Im marginalisierten Stadtviertel La Bota dominiert die afroecuadorianische Bevölkerung. Durch die problematische Geschichte dieser Minderheit und des Landes generell begegnen ihnen bis heute rassistische Anfeindungen und Diskrimination. La Bota ist – auch zum Teil hierdurch – ein vergleichsweise armes Stadtviertel. Die Eltern der Kinder des Centro La Bota, oft alleinerziehende Mütter, arbeiten tagsüber und können sich nicht um ihre Kinder kümmern. Neben einem warmen Mittagessen und der Hausaufgabenbetreuung im Hort, zählt die Freizeitgestaltung und Wertevermittlung zum Hauptbestandteil der Arbeit im Projekt.

Mitarbeiter/innen und Anzahl der Kinder

Im Centro arbeiten derzeit drei ecuadorianische Erzieherinnen, eine junge ecuadorianische „Assistentin“, eine Köchin, eine Psychologin (halbtags) und eine über das weltwärts-Programm entsendete Freiwillige aus Deutschland.

Das Centro wird täglich von etwa 30 bis 35 Kindern besucht.

Arbeitszeit

Die Kinder kommen nach der Schule um ca. 12:30 im Centro an. Die Erzieherinnen müssen meist schon früher im Centro sein, um die Räumlichkeiten, die Aufgaben und Aktivitäten für die Kinder vorzubereiten. Dies erfordert ungefähr eine halbe Stunde bis Stunde pro Tag. Die Kinder sind bis ca. 17:30 im Centro und danach wird alles aufgeräumt und geputzt – dies erfordert eine weitere halbe Stunde. Einmal die Woche wird nach der regulären Arbeitszeit noch eine Teambesprechung abgehalten, diese dauert ca. 1½ – 2 Stunden. Einmal im Monat gibt es außerdem einen Elternabend, ebenfalls zwischen 1 ½ und 2 Stunden. Die/der Freiwillige soll außerdem zumindest ein paar Mal eine Erzieherin bei Hausbesuchen begleiten, die für jede Familie des Projekts einmal im Jahr stattfinden. Zusätzliche Arbeitszeit besteht aus dem Abholen einer wöchentlichen Brotspende (ca. einmal im Monat samstags, und nimmt je nach Fahrweg 2-3 Stunden Zeit in Anspruch), ein Flohmarkt, der 2-3 mal jährlich veranstaltet wird (ganzer Tag) und andere Wochenendveranstaltungen (Weihnachtsfeier, Ausflüge, Familientag…). Im Zeltlager, das am Ende des Jahres veranstaltet wird (3-4 Tage), ist die/der Freiwillige zusammen mit den Kollegen rund um die Uhr beschäftigt.

Art der Einbindung in die Organisation und ggf. in ein Team

Die Einrichtung hat viel Erfahrung mit Freiwilligen. Es steht eine Person zur Verfügung, welche sich regelmäßig mit ihnen trifft und Ansprechpartner für sie ist.

Beschreibung der Tätigkeit

Die Tätigkeit der/des Freiwilligen ist vielseitig. Sie/er wird einer Gruppe zugeteilt, für welche sie/er mit einer Erzieherin hauptverantwortlich ist. Die täglichen Aufgaben sind die Unterstützung zum Mittagessen und der “Pausenzeit”, sowie bei den Hausaufgaben und Aktivitäten, und beim Aufräumen und Putzen nachdem die Kinder gehen. Es besteht außerdem die Möglichkeit, individuelle Projekte zu starten, oder zum Beispiel, wenn die/der Freiwillige diese Fähigkeit hat, mit dem bestehenden Klavier, Klavierunterricht zu geben.

Freitags werden im Projekt keine Hausaufgaben gemacht, sondern Aktivitäten veranstaltet. Diese werden abwechselnd von den Erzieherinnen und Freiwilligen vorbereitet.

Die/der Freiwillige trägt definitiv Verantwortung und ist fester Teil des Teams, hat zu seiner Seite jedoch immer ihre/seine Kolleginnen.

Am Ende des Jahres findet ein ca. 4-tägiges Zeltlager mit den Kindern statt. In dieser Zeit muss der Freiwillige zusammen mit dem Team über die Kinder wachen, zum Teil Aktivitäten leiten und bei der gesamten Organisation mitwirken.

Besonderheit der Einsatzstelle

Eine sehr wichtige Aufgabe des Centro besteht darin, den Kindern zumindest eine warme Mahlzeit am Tag bieten zu können, da viele der Kinder daheim kaum etwas zu essen bekommen. Viele Kinder leben außerdem vernachlässigt und verbringen die Zeit, die sie nicht in der Schule verbringen, auf der Straße, denn viele Eltern oder Mütter arbeiten von früh bis spät. Das Projekt entzieht sie diesem Leben auf der Straße und bietet den Kindern Zuneigung, Aufmerksamkeit und auch Struktur, die ihnen daheim fehlt. Manche Eltern können den Kindern außerdem beim Lernen und den Hausaufgaben aufgrund des vorkommenden Analphabetismus nicht helfen. Auch in diesem Bereich kann das Projekt die Kinder gut unterstützen. Insgesamt ist die Wertevermittlung, die neben der täglichen Implementierung durch Aktivitäten und Projekte stattfindet, eine wichtige Besonderheit des Centro Solidario La Bota.

Hilfreiche Fähigkeiten und Kenntnisse

Im Centro sind Kreativität, Kontaktfreudigkeit, Flexibilität und Einfühlsamkeit gefragt. Der Freiwillige sollte außerdem bereit sein, zu lernen den Kindern mit etwas Autorität entgegenkommen zu können. Es ist sehr wichtig, zumindest Grundkenntnisse in der spanischen Sprache mitzubringen, denn es ist die einzige Sprache, in der man sich gut mit den Kindern und Kolleginnen verständigen kann.

Erfahrungsberichte der Freiwilligen

Annika (2019/2020), Mara (2017/2018 Blog), Sophie (2017/2018)

Eindrücke aus dem Centro La Bota

Solidaritätsprojekt für das Centro La Bota

Proyecto La Bota – Begegnung

Beratung & Kontakt

Jörg Beckert

Jörg Beckert
Kontakt

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